Street Photography

Mein Spielplatz, Meine Leidenschaft, Mein Zen

Ich weiss nicht wie oft ich bei Wind und Wetter gewartet habe um ein unbrauchbares Foto zu erhaschen, oder wie lange ich durch Strassen gewandert bin und mich fragte was für mich ein gutes Foto eigentlich ausmacht.
Das ist die Sache mit Street Photography; man fühlt sich zu ihr hingezogen ohne recht zu wissen was man da eigentlich macht, was Einen vorantreibt…und warum man keine Regenkleidung anhat.
Ich glaube Diane Arbus hat es mal ganz treffend formuliert: “Fotografieren, das ist wie mitten in der Nacht in die Küche zu schleichen um Oreo Kekse zu naschen”.
Ich nasche Alltag. Ich erhasche einen Blick in einen kleinen Moment, einer fremden Person, die mich für einen kleinen Augenblick an ihrem Alltag teilhaben lässt. Der kann mal rauh, mal bunt, still, mal frech sein.
Street Photography kann man nicht “erstellen”, Street Photography muss man passieren lassen. Das ist das Wichtigste was ich gelernt habe.
Genau so verhält es sich für mich mit Hochzeitsfotografie.
Hochzeitsreportagen kann man nicht erstellen oder kreieren (…wobei mir sich immer wieder die Frage aufdrängt, wie man eigentlich “emotionale Hochzeitsreportagen erstellt” muss ich da Jemanden hinstellen und zum Lachen oder gar zum Weinen zwingen? Hmmm…).
Ein Hochzeitstag ist Leben, Liebe, Alltag und Emotion auf dem höchsten Level, mit 100 Sachen auf der Überholspur. Etwas wegnehmen oder dazudichten muss man nicht. Was man muss ist hinschauen…und das auch wollen.
Um es mit den Worten von Elliott Erwitt (ja noch ein Zitat) zu sagen:”All die Techniken dieser Welt kompensieren nicht die Unfähigkeit hinzuschauen”
In diesem Sinne- schaut hin!
Das Leben ist wundervoll 🙂

Ihr wisst, dass in einem Märchen nicht nur Prinzessinnen vorkommen, dass ein Evergreen mehr ist als sein Refrain. Ihr seht Euren Hochzeitstag, als einen Tag voller Leben und dem was zum Leben dazugehört und nicht, als eine Ansammlung schöner Dinge und schicker Posen? Dann sollten wir reden 🙂

Pin It on Pinterest

Share This